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Ordnung
der Evangelischen Frauenhilfe (Frauen- und Familienarbeit) der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs1#

Vom 1. März 1995

(KABl S. 81)

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§ 1
Der Auftrag

( 1 ) Die Evangelische Frauenhilfe (Frauen- und Familienarbeit) hat teil am Gesamtauftrag der Kirche, das Evangelium von Jesus Christus allen Menschen zu verkündigen.
( 2 ) 1 Die Evangelische Frauenhilfe ist ein Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. 2 Ihre Arbeit geschieht in den Gliederungen der Landeskirche.
( 3 ) 1 Die Evangelische Frauenhilfe wendet sich besonders Frauen und Familien zu. 2 Sie will Frauen aller Altersgruppen in ihrem Glauben und in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung in Familie, Kirche und Gesellschaft begleiten.
( 4 ) Die Arbeit der Evangelischen Frauenhilfe wird wahrgenommen durch die Geschäftsstelle und den Beirat.
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§ 2
Die Geschäftsstelle

( 1 ) 1 Die Geschäftsstelle hat die Aufgabe, die Frauen- und Familienarbeit in der Landeskirche zu unterstützen und zu koordinieren. 2 Sie umfasst folgende Arbeitsbereiche:
  • Frauenarbeit
  • Familienarbeit
  • Müttergenesung
( 2 ) 1 Das Referat Frauenarbeit begleitet Frauen und Frauenkreise in den Gemeinden und in Regionen in Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. 2 Das Referat koordiniert den Weltgebetstag in der Landeskirche.
( 3 ) 1 Das Referat Familienarbeit koordiniert und begleitet die Familienarbeit in den Kirchgemeinden und in Regionen. 2 Es begleitet ausländische Familien. 3 Das Referat beobachtet die familienpolitische Entwicklung und bereitet erforderliche kirchliche Stellungnahmen vor.
( 4 ) 1 Das Referat Müttergenesung vermittelt und koordiniert Mütter- und Mutter-Kind-Kuren in vom Müttergenesungswerk anerkannten Einrichtungen für Frauen aus dem Bereich der Mecklenburgischen Landeskirche. 2 Dazu betreibt es im Rahmen des Müttergenesungswerkes Öffentlichkeitsarbeit, wirbt um finanzielle Mittel und hält Verbindung zu den anderen Trägergruppen des Müttergenesungswerkes. 3 Es berät und gestaltet die Kurvorbereitungs- und Nacharbeit im Rahmen frauenspezifischer Angebote.
( 5 ) 1 Die Leiterin der Geschäftsstelle ist Pastorin in einer allgemeinkirchlichen Aufgabe. 2 Sie wird auf Vorschlage des Oberkirchenrates durch die Kirchenleitung berufen. 3 Der Beirat kann dem Oberkirchenrat dazu Vorschläge unterbreiten. 4 Der Leiterin obliegen die Geschäftsführung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Kontakte zu anderen Gremien innerhalb und außerhalb der Kirche. 5 Sie koordiniert die inhaltliche Arbeit der Geschäftsstelle.
( 6 ) 1 Die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle werden auf Vorschlag des Beirates vom Oberkirchenrat angestellt. 2 Sie unterstehen der Dienstaufsicht durch die Leiterin der Geschäftsstelle.
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§ 3
Der Beirat

( 1 ) 1 Der Beirat berät und unterstützt die Frauen- und Familienarbeit. 2 Er nimmt den jährlichen Arbeitsbericht der Geschäftsstelle entgegen und legt die Jahresplanung fest.
( 2 ) 1 Der Beirat setzt sich zusammen aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern der Landeskirche und dem für Frauen- und Familienarbeit zuständigen Dezernenten des Oberkirchenrats. 2 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind beratende Mitglieder.
( 3 ) Die Mitglieder des Beirates werden vom Oberkirchenrat für jeweils vier Jahre berufen.
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§ 4
Zusammenarbeit

( 1 ) Die Evangelische Frauenhilfe arbeitet mit den anderen Werken der Landeskirche und Frauenverbänden in Mecklenburg-Vorpommern zusammen.
( 2 ) Die Evangelische Frauenhilfe ist Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland e. V.
( 3 ) Die Evangelische Frauenhilfe ist Mitglied der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e. V., einer Trägergruppe des Müttergenesungswerkes.
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§ 5
Die Finanzierung der Arbeit

( 1 ) Die Finanzierung der Arbeit der Evangelischen Frauenhilfe geschieht durch:
  • Zuschüsse der Landeskirche und anderer Stellen,
  • Spenden,
  • Kollekten.
( 2 ) Ausgaben dürfen nur im Rahmen des genehmigten Haushaltsplanes und entsprechend den haushaltsrechtlichen Ordnungen der Landeskirche vorgenommen werden.
( 3 ) 1 Das Vermögen der Evangelischen Frauenhilfe ist Sondervermögen der Landeskirche. 2 Bei Beendigung der Tätigkeit der Evangelischen Frauenhilfe fällt das Vermögen der Landeskirche zur Verwendung für andere, ausschließlich kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Zwecke zu.
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§ 6
Schlussbestimmungen

1 Diese Ordnung tritt am 1. März 1995 in Kraft. 2 Sie wird nach drei Jahren überprüft. 3 Gleichzeitig tritt die Ordnung vom Juni 1987 außer Kraft.

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1 ↑ Red. Anm.: Die Rechtswirkungen der Verwaltungsvorschrift ruhten gemäß § 4 Absatz 3 der Vereinbarung zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche über das Evangelische Frauenwerk in Mecklenburg-Vorpommern vom 2. Februar 2006 während deren Laufzeit vom 1. März 2006 bis zum 28. Februar 2012. Die Weitergeltung der Verwaltungsvorschrift wird derzeit überprüft.